übergänge I

Das Wesen der ‚übergänge‘, die ich weniger als Malerei, sondern durchwegs vielmehr als skulpturale Serie sehe, liegt in Material und Oberfläche. die Arbeiten haben dementsprechend teilweise sogar etwas kindliches, das im intensiven und oft langwierigen Bearbeiten der verwendeten Materialien liegt, Erde, Sand, Pigment, Stroh, Öl, Textil … von abstrahierten (Landschafts-)Elementen bis zum Gegenstandslosen.


Diese Arbeiten kommen aus einem Bereich, der noch vor der Sprache liegt, wo diese noch nicht existiert. Hie und da tauchen so etwas wie Kratzspuren auf, weniger Schrift, mehr abstrakte Zeichen, auch immer wieder Elemente von Rhythmus und Wiederholung. 

Es muss gefühlt werden.

Man sollte die Arbeiten bei natürlichem Licht betrachten. In dem Maß, in dem sich das Tageslicht verändert, ändern sich die Bilder. Das Licht, und auch der Raum, in dem sie betrachtet werden, ist Teil der Arbeiten.

Das Instrumentarium für meine Arbeiten habe ich teilweise aus meiner Kindheit mitgenommen. Noch sehr jung, habe ich viel Zeit in den Wiesen, Feldern und Feldrainen einer Landwirtschaft im Mühlviertel verbracht während meine Familie daneben gearbeitet hat, in Sprachlosigkeit, aber in äusserst intensivem Körperkontakt und tiefer innerer Verbindung mit Erde, Lehm und Sand zwischen den Fingern und Zehen, Steinen und Pflanzen.

 

Herwig Prammer